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TU-Spin-off entwickelt Mess­technik für 6G-Sensornetze

Mit dem künftigen Mobilfunkstandard 6G sollen Mobilfunknetze nicht nur Daten übertragen, sondern gleichzeitig ihre Umgebung erfassen. Vier Wissenschaftler der Technischen Universität Ilmenau wollen die dafür erforderliche Messtechnik entwickeln und gründen dazu das Spin-off Unparallabs. Das Vorhaben wird im Rahmen des Programms Exist-Forschungstransfer des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie über 30 Monate mit rund 1,3 Millionen Euro gefördert.

Im Fokus steht die Entwicklung einer Software-Defined Instrumentation für Integrated Sensing and Communication (Isac). Die Technologie verbindet Mobilfunk und Sensorik, sodass 6G-Netze künftig Objekte, Bewegungen oder Verkehrsströme ähnlich wie ein Radarsystem erfassen können. Als mögliche Einsatzfelder gelten Smart Cities, in denen sich Verkehr, Infrastruktur oder Gebäudezustände in Echtzeit überwachen lassen, ohne zusätzliche Sensoren oder Kameras installieren zu müssen.

Nach Angaben des Teams stoßen heutige Hochfrequenzmesssysteme bei der Entwicklung solcher Isac-Anwendungen an technische und wirtschaftliche Grenzen. Die softwarebasierte Messtechnik von Unparallabs soll nach Angaben der Gründer Entwicklungs- und Testprozesse vereinfachen und flexible, skalierbare Versuchsaufbauten ermöglichen. Dadurch soll sich der Weg von der Forschung zur praktischen Umsetzung von 6G- und ISAC-Technologien verkürzen.

Die vier Gründer arbeiten seit 2019 an entsprechender Hochfrequenzmesstechnik. Mit der Exist-Förderung wollen sie ihre Forschungsergebnisse nun in marktfähige Produkte überführen. Die Ausgründung wurde vom Gründungsservice Ilmkubator der TU Ilmenau begleitet.

 

Quelle: www.tu-ilmenau.de

Bild: Viktoria Mayr / TU Ilmenau

Bildunterschrift: Vier junge Wissenschaftler der TU Ilmenau wollen 6G, die kommende Generation des Mobilfunkstandards, marktfähig machen