Technikforum Industrial IoT

CAN-FD-Daten per Ethernet koppeln

HMS Networks bringt mit dem Ixxat CAN@net Basic ein CAN-FD-zu-Ethernet-Gateway für industrielle und Automobilanwendungen auf den Markt. Das Gerät zielt auf Applikationen, in denen verteilte CAN-Netzwerke mit Ethernet-basierten Infrastrukturen verbunden werden müssen; etwa kompakte Testumgebungen, verteilte Mess- und Prüfsysteme oder industrielle Kommunikationsarchitekturen mit mehreren CAN-FD-Knoten. 

Das Gateway nutzt UDP/IP-Kommunikation, um den Protokoll-Overhead bei der Übertragung von CAN-Daten zu reduzieren. Nach Angaben des Herstellers sinkt damit die Interrupt-Last im Ethernet-Netzwerk, was sich auf Latenz und Jitter auswirken soll. Gerade in zeitkritischen Anwendungen gilt die Balance zwischen geringer Verzögerung und stabiler Datenübertragung als zentraler Punkt bei m Koppeln von CAN- und Ethernet-Netzen. 

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Skalierung verteilter Netzwerke. Klassische CAN-Busse stoßen bei Leitungslänge und Zahl der Knoten an physikalische Grenzen. Das Gateway soll CAN-FD-Daten daher über Ethernet-Infrastrukturen transportieren und so größere oder räumlich verteilte Installationen ermöglichen. Für Entwicklungs- und Prüfumgebungen eröffnet das zusätzliche Freiheitsgrade bei der Vernetzung einzelner Geräte oder Teststände. 

Zur technischen Ausstattung zählen ein CAN-CC/CAN-FD-Kanal mit Datenraten bis 8 Mbit/s, ein RJ45-Ethernet-Anschluss sowie USB-C mit USB 2.0 High-Speed. Das Gerät besitzt galvanisch getrennte Schnittstellen und arbeitet laut Anbieter bei Temperaturen von -25 bis +85 °C. Die Hardware in einem DIN-Schienengehäuse mit Schutzart IP20 untergebracht.

Mit dem CAN@net Basic adressiert HMS Networks insbesondere Anwendungen, in denen klassische CAN-Infrastrukturen an moderne Ethernet-Architekturen angebunden werden müssen. Das betrifft unter anderem automatisierte Prüfstände, mobile Maschinen, Entwicklungsplattformen im Automotive-Umfeld sowie Industrial-IoT-Installationen mit verteilter Datenerfassung.

Auffällig ist der Verzicht auf erweiterte Zusatzfunktionen zugunsten einer reduzierten Gateway-Architektur. Damit positioniert HMS das Gerät ausdrücklich als kostensensitives Bindeglied zwischen CAN-FD- und Ethernet-Kommunikation. Für Forschungs- und Entwicklungsumgebungen kann das interessant sein, wenn verteilte CAN-Knoten schnell in bestehende Ethernet-Netze integriert werden sollen, ohne vollständige Steuerungs- oder Edge-Plattformen aufzubauen.

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Quelle und Bild: www.hms-networks.com