Technikforum Industrial IoT

Siemens erweitert 5G-Industrienetz auf USA und weitere Länder

Die zunehmende KI-Nutzung führt in Fabriken zu stark anwachsenden Datenmengen. Unlizenzierte WLAN-Frequenzen sind in dichten Industrieumgebungen damit schnell überlastet. Für die deterministische, störungsfreie Konnektivität für geschäftskritische Anwendungen bietet Siemens eine private 5G-Infrastruktur, die auf einem lizenziertem Spektrum arbeitet. Das Unternehmen bringt seine industrietaugliche private 5G-Infrastruktur nun in die USA und sieben weitere Länder. Zwei neue Funkeinheiten machen das nach Angaben von Siemens möglich: eine für das 3,8-bis-4,2-GHz-Band sowie eine für das US-spezifische CBRS-Band. Damit sei die Lösung demnächst in insgesamt 15 Ländern in Europa und Amerika verfügbar. Neu hinzugekommen sind: Belgien, Finnland, Frankreich, Kanada, Norwegen, Polen und das Vereinigte Königreich. USA folgt den Angaben zufolge im Sommer 2026. Bereits verfügbar ist das 5G-Netz in Brasilien, Dänemark, Deutschland, Niederlande, Österreich, Schweden und in der Schweiz.

Mit der CBRS-Funkeinheit sollen US-Hersteller das private 5G von Siemens eigenständig auf ihrem Betriebsgelände betreiben können. Zudem hat Siemens seine 5G-Router mit einer Edge-Runtime ausgestattet: Apps laufen direkt auf dem Gerät ohne zusätzliche Hardware und sollen so KI-fähige Echtzeitdatenverarbeitung direkt in der Produktion möglich machen.

Siemens hat seine 5G-Infrastruktur nach eigenen Angaben gezielt für industrielle Anwendungsfälle, operative Anforderungen und OT-Cybersicherheit entwickelt. Die Lösung lässt sich in die IT/OT-Landschaft von Siemens einbinden und ist Teil des Siemens-Xcelerator-Portfolios.

Quelle und Bild: www.siemens.com