23 März Strom für Rechenzentren: schnell, einfach, standardisiert und skalierbar
Siemens und Rittal haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, um gemeinsam zukunftssichere und nachhaltige Lösungen für eine effizientere Energieverteilung in Rechenzentren zu entwickeln. Eine standardisierte Infrastruktur soll nach Angaben der Partner den Bau von Hochleistungsrechenzentren beschleunigen, die Berechnungszeiten minimieren und den rasant steigenden Leistungsdichten für KI-Anwendungen gerecht werden.

Prof. Dr. Friedhelm Loh, Inhaber und Vorstandsvorsitzender der Friedhelm Loh Group: „Mit Siemens verbindet uns eine langjährige Zusammenarbeit in zahlreichen Feldern.“ Bild: Rittal
Heute sind in KI-Rechenzentren bereits Leistungen von 100 kW und mehr pro Rack üblich. Bis 2030 könnte sich die Leistungsdichte Experten zufolge auf mehr als 1 MW erhöhen. Dies erfordert bessere Architekturen für Energieverteilung, Kühlung und Wärmerückgewinnung.
Siemens Smart Infrastructure kooperiert dazu mit der Friedhelm Loh Group und ihrem größten Unternehmen Rittal, einem Anbieter von Racks und standardisierter Infrastruktur, einschließlich der Stromversorgung und Kühlung für Hyperscaler.
Modulare Stromversorgung soll Standard setzen
Eine der ersten gemeinsamen Lösungen wird laut den Partnern eine Art Beiwagen-Applikation, die direkt im White Space eines Rechenzentrums untergebracht ist, in dem sich die Serverschränke und Datenspeicher befinden. Die Leistungselektronik wird in einem eigenen Power-Rack, der die Serverschränke versorgt, gebündelt. Diese Art der Stromversorgung soll einen Durchbruch für zukünftige KI-Anwendungen darstellen, so die Partner. Damit werden Recheneinheiten schnell, einfach, standardisiert und skalierbar mit Strom versorgt.

Andreas Matthé, CEO Electrical Products bei Siemens Smart Infrastructure : „Um das rasante KI-Wachstum zu ermöglichen, benötigen wir zügig intelligente, zuverlässige und skalierbare Stromversorgungslösungen für Rechenzentren.“ Bild: Siemens
Ausweitung auf weitere Branchen
Weitere Projekte von Siemens und Rittal umfassen nach Angaben beider Unternehmen unter anderem die Entwicklung einer standardisierten Niederspannungsverteilung für modulare und containerisierte Rechenzentren sowie optimierte Lösungen für die Betriebs- und Personensicherheit. Erste Kundenprojekte sollen sich bereits in der Umsetzung befinden.
Die Zusammenarbeit zwischen Siemens und Rittal soll sich darüber hinaus in Zukunft auf weitere Branchen und Applikationen erstrecken.
Weitere Informationen zu Smart Infrastructure von Siemens
Quelle: www.siemens.com
Bild: www.rittal.com

