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Humanoide Roboter: Infineon und Nvidia stärken Zusammenarbeit

Humanoide Roboter sind komplexe Systeme, die ihre Umgebung wahrnehmen, in Echtzeit Entscheidungen treffen und verlässlich agieren müssen – oft in Arbeitsumgebungen, die für Menschen konzipiert sind. Um Systemarchitekturen für physische KI mit Fokus auf humanoide Roboter weiter voranzutreiben, hat Infineon Technologies nun die Zusammenarbeit mit Nvidia ausgeweitet. Dazu wollen die beiden Unternehmen ihre Stärken – also Motorsteuerung, Mikrocontroller, Leistungssysteme und Sicherheitstechnik von Infineon und KI-, Robotik- und Simulationsplattformen von Nvidia – kombinieren. Für Sensorik, Verarbeitung, Aktuatorik, Konnektivität und Energiemanagement bringt Infineon seine Halbleiterlösungen in Nvidias Simulations- und Robotikplattformen ein.
Infineon schließt sich nach eigenen Angaben zudem dem Nvidia Halos AI Systems Inspection Lab an, um an robusten Hardware- und Softwaresicherheitsgrundlagen zu arbeiten und zu erreichen, dass die Systeme in realen Umgebungen verlässlich operieren können.

Roboterentwicklung im digitalen Zwilling

Ein zentrales Element der Zusammenarbeit ist nach Angaben der Partner der Einsatz digitaler Zwillinge von intelligenten Aktuatoren und ausgewählten Sensoren von Infineon. Diese virtuellen Modelle werden in den offenen Plattformen für Lernen und Simulation in der Robotik – Nvidia Isaac Sim und Nvidia Isaac Lab – eingesetzt. So sollen Entwickler zunächst die Bewegungssteuerung und Wahrnehmung von Robotern in realistischen Simulationen testen und optimieren können, bevor Hardware gebaut oder integriert wird.

Schneller vom Prototypen zum Industrieeinsatz

„Die rasante Expansion des Robotikmarktes wird das Wachstum im Halbleitermarkt beschleunigen, da intelligente Maschinen auf Mikroelektronik angewiesen sind, um abgesichert und geschützt wahrzunehmen, zu denken und zu handeln“, sagt Adam White, Divisionspresident Power & Sensor Systems bei Infineon. „Wir helfen Entwicklern, Designs schneller zu validieren, humanoide Roboter vom Labor in den realen Betrieb zu überführen und von Prototypen zu einem gesicherten Einsatz in industriellen Umgebungen zu skalieren.“
Auch Sicherheitstechnik ist laut den Partnern ein zentraler Bestandteil der Kooperation. Nvidia Jetson Thor kombiniert ein kompaktes Rechenmodul mit einem Carrier Board, das Stromversorgung und Schnittstellen zu Sensoren, Netzwerken und Aktuatoren bereitstellt. Infineon wird Hardware-TPM-Chips (Trusted Platform Module) und weitere Sicherheitskomponenten als Referenzdesigns liefern, um KI-Modelle und Daten zu schützen und das System vom Nvidia-Jetson-Modul bis zur Cloud abzusichern.

500 US-Dollar Halbleiter in jedem Roboter

Infineon verfügt nach eigenen Angaben über ein breites Portfolio für alle zentralen Funktionsblöcke eines humanoiden Roboters – von Sensoren und Mikrocontrollern über Aktuatoren, Konnektivität einschließlich Ethernet-Netzwerktechnik, Speicherlösungen bis hin zu Batteriemanagementsystemen. Basierend auf seinem umfassenden Angebot an Silizium- (Si), Siliziumkarbid- (SiC) und Galliumnitrid-Technologien (GaN) schätzt Infineon den Halbleiterwert pro humanoidem Roboter auf rund 500 US-Dollar. Mit Lösungen, die Robotern helfen, geschützt und gesichert wahrzunehmen, sich zu bewegen, zu handeln und sich zu vernetzen, möchte Infineon eine schnelle Markteinführung in einem wachsenden Markt unterstützen.

Quelle und Bild: www.infineon.com