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TDM Release 2026 erweitert Shopfloor-Integration

Mit dem Release 2026 erweitert TDM seine Softwarelösung für Werkzeug- und Fertigungsdatenmanagement um standardisierte Maschinenanbindungen, mobile Anwendungen und zusätzliche Integrationsfunktionen. Ziel ist ein durchgängiger, automatisierter Datenfluss zwischen Datenbank, Lager und CNC-Maschine.

Kernfunktion ist der neue Interface TDM Machine Data Connector (TDM MDC). Die standardisierte Schnittstelle ermöglicht den bidirektionalen Austausch werkzeugrelevanter Daten mit gängigen Maschinensteuerungen. Unterstützt werden zunächst Heidenhain-Steuerungen, Anbindungen an Siemens- und Fanuc-Steuerungen sind angekündigt. Stammdaten, Standzeiten und Verschleißwerte werden automatisiert zwischen TDM und der Maschinensteuerung synchronisiert. Die Schnittstelle laut Hersteller ist als Standardlösung ausgelegt und kommt ohne projektspezifische Anpassungen aus.

Für mobile Prozesse auf dem Shopfloor steht mit TDM ScanEasy eine weiterentwickelte Barcode-Scanner-Anwendung zur Verfügung. Die Lösung unterstützt Lagerprozesse, Inventurbuchungen sowie Werkzeugbewegungen direkt an Maschine oder Arbeitsplatz. Eine dynamische Suchfunktion erleichtert die Identifikation von Artikeln über reduzierte Eingaben.

Neu ist dem Hersteller zufolge die Integration mit der Logistiklösung Cribwise (Sandvik). Komponentendaten und Bestände werden zwischen beiden Systemen synchronisiert, Bestandsbuchungen bidirektional abgeglichen. Dadurch lassen sich automatisierte Bestellprozesse und eine transparente Lagerführung für Verbrauchswerkzeuge realisieren.

Im Bereich NC-Datenmanagement ergänzt der TDM NC WebTransfer den Integrated TDM NC Program Manager. Freigegebene NC-Programme können browserbasiert bereitgestellt, maschinennah abgelegt und nach Anpassungen wieder ins System zurückgeführt werden.

Das Mess- und Prüfmittelmodul wurde um eine Schnittstelle zum Import externer Kalibrierdaten erweitert. Ergebnisse aus externen Kalibriersystemen lassen sich übernehmen und im System weiterverarbeiten, wodurch sich die Dokumentation und Verwaltung von Prüfmitteln konsolidieren lässt.

Ergänzend bietet das Release 2026 erweiterte Funktionen zur Massendatenpflege. Dazu zählen nach Angaben von TDM Konvertierungen zwischen imperialen und metrischen Einheiten, automatisierte Generierung von Kollisionsdaten für größere Datensätze sowie Funktionen zur Bearbeitung von Grafik- und Felddaten. Die Erweiterungen zielen auf eine effizientere Verwaltung umfangreicher Werkzeug- und Komponentendatenbestände in vernetzten Fertigungsumgebungen.

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Quelle und Bild: www.tdmsystems.com