Technikforum

Klüger arbeiten mit KI

Künstliche Intelligenz (KI) gilt als die neue transformative Kraft der Wirtschaft. Doch was Unternehmen wie Google, Amazon und Meta längst erfolgreich nutzen, scheint für viele mittelständische Unternehmen bislang in weiter Ferne. Dabei gibt es laut dem Softwarehersteller Augmentir einige Bereiche, in denen KI-Algorithmen in Produktion und Instandhaltung bereits messbare Mehrwerte bringen.

Personal am Arbeitsplatz aus- und weiterbilden

Junge Talente, die an Bord kommen, gilt es möglichst rasch anzulernen und einzuarbeiten. Dies gelingt, indem sie Einarbeitung oder Fortbildung eng mit der praktischen Arbeit verzahnen. Dabei helfen moderne Softwareplattformen. Diese liefern den Mitarbeitenden Schulung, Anleitung und Unterstützung über Smartphone, Tablet oder Datenbrille direkt an ihren Arbeitsplatz, exakt dann, wenn sie diese benötigen. Flexibilität versprechen hier moderne KI-Verfahren: Während erfahrenere Kolleginnen und Kollegen nur die wesentlichen Punkte abarbeiten und rückmelden müssen, erhalten Berufseinsteiger detailliertere Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Welche Lernschritte das System wem anzeigt, bestimmt jedes Unternehmen für sich – unterstützt von Machine-Learning-Methoden.

Virtuellen Support verbessern

Nach Angaben von Cisco arbeiten von den weltweit 3 Milliarden Beschäftigten fast zwei Drittel in Fabrikhallen oder im technischen Außendienst und damit oft sehr weit weg von ihrem Supervisor oder anderen Fachexperten. Für persönliche Hilfestellung bieten ihnen digitale Lösungen dann eine wichtige, weil ortsunabhängige Alternative und Ergänzung. Per Live-Video-Streaming und Augmented Reality blicken beide gemeinsam auf die Situation vor Ort und tauschen sich über die nächsten Schritte aus. Plattformen der neuesten Generation können aber noch mehr: Um bei Problemen den Lösungsweg zu verkürzen, empfiehlt die integrierte KI den besten, kurzfristig verfügbaren Fachexperten. Zudem lassen sich KI-Bots darauf trainieren, die häufigsten Fragen direkt zu beantworten.

Betriebsdaten richtig interpretieren

Digitale Assistenz-Systeme versorgen vernetzte Fachkräfte und Werker nicht nur mit mobilen SOPs. Umgekehrt gibt das Personal auch viel wertvollen Input an das System zurück. Dazu gehören beispielsweise Rückmeldungen erfolgter Arbeitsschritte oder die Dokumentation von Zuständen, Fehlern und vieles mehr. Jedoch: Diese Fülle an Daten lässt sich mit herkömmlichen Business-Intelligence-Tools nicht zuverlässig interpretieren. Sie in verwertbare Erkenntnisse umzuwandeln, erforderte bislang spezialisierte Data Scientists. Inzwischen übernehmen auch diese Aufgabe KI-Algorithmen.

Stetige Verbesserung und Entwicklung stärken

Aus den so gewonnenen Erkenntnissen leiten Unternehmen idealerweise Empfehlungen zur kontinuierlichen Verbesserung ab – sei es für einen besseren Arbeitsschutz, zur Optimierung der Arbeitsplätze oder für Prozessverbesserungen im Sinne eines Lean Management. KI-Algorithmen eignen sich dafür ideal. Denn sie vermögen aus dem Strom an Daten, die von vernetzten Mitarbeitern und Maschinen erfasst werden, die Informationen herauszufiltern, die die höchsten Optimierungspotenziale aufweisen.

Quelle und Bild: www.augmentir.com